Mediale Assistenzmittel können unsere Inhalte anschaulicher und einprägsamer machen. Falsch eingesetzt, unterstützen sie nicht – sie konkurrieren. Ein vertrautes PowerPoint-Beispiel zeigt, wie schnell das passiert.
Ein bekanntes Vorhaben
Sie erhalten zehn Minuten Zeit für Ihre Projektpräsentation, haben acht Folien, die jede für sich natürlich unverzichtbar ist. Hundertfünfzig Wörter pro Folie und die feste Überzeugung: „Irgendwie bekomme ich das schon durch!“
Qualitative Informationsleistung oder lästige Verpflichtung?
Und jetzt?
Die Folie wird zur Konkurrenz.
Folientexte lesen oder Ihrem Vortrag folgen – beides ist derart nicht möglich. Die vermeintliche Unterstützung stört jetzt oder wird irrelevant.
Hinzu kommen Timing-Probleme. Sie brauchen zehn Minuten für Vorstellung, Inhalt und Rückfragen. Für acht Folien bleiben also maximal 50–60 Sekunden Präsenz.
Die Lösung: Verdichten Sie den Foliensatz auf drei Folien. Jede Folie erhält eine eindeutige Bildbotschaft mit wenig Text. Die ursprünglichen zehn wortreichen Folien verteilen Sie als Handout.
Jetzt ergänzen sich die Mittel: Ihre Person vermittelt die Botschaft, die Grafik veranschaulicht sie und die Unterlage macht sie im Nachgang wieder greifbar.
Folien für das Auge, Vortrag für das Ohr, Handout für die Hände.
Aus „Präsentieren & Moderieren – Der moderne Performance Kick für unsere Präsenz vor Publikum“ von Otto Walter Ebenbichler · Exkurs II, Kapitel 3, Seiten 68–70 · Für diesen Seitenentwurf redaktionell gekürzt und aufbereitet.